Die Initiative Nachrichtenaufklärung e.V.

Die Initiative Nachrichtenaufklärung e.V. ist eine medienkritische Nicht-Regierungsorganisation. Wir machen die Öffentlichkeit regelmäßig auf Themen und Nachrichten aufmerksam, die von den deutschen Massenmedien vernachlässigt werden. Einmal jährlich präsentiert die INA die Top Ten der vernachlässigten Nachrichten.

Wir sind auf Ihre Vorschläge angewiesen: Welches Thema findet nach Ihrer Ansicht zu wenig Aufmerksamkeit in den Medien? Welche Vorgänge, Zustände oder Missstände sollen wir recherchieren? Ein Thema vorzuschlagen ist ganz einfach. Ihre Angaben werden, falls gewünscht, selbstverständlich vertraulich behandelt.  Hier können Sie Themen vorschlagen.

Die Vorschläge werden von studentischen Rechercheteams an mehreren Hochschulen in Deutschland geprüft. Begleitet von erfahrenen Dozenten ermitteln die Studierenden, ob die vorgeschlagenen Nachrichten sachlich richtig und zutreffend sind und ob sie tatsächlich von den Medien vernachlässigt wurden. Die Jury der INA beurteilt anschließend die Relevanz der Themen und wählt daraus die Top Ten der vernachlässigten Nachrichten.

Die INA ist ein gemeinnütziger Verein aus Medienwissenschaftler/innen, Fachwissenschaftler/innen, Student/innen, Journalist/innen und engagierten Bürger/innen. Von journalistischer Seite sind zur Zeit u.a. Günter Wallraff, Hardy Prothmann und Petra Sorge beteiligt. Die wissenschaftliche Seite ist u.a. durch Prof. Hektor Haarkötter, HMKW Köln, und Prof. Peter Ludes, Jacobs University Bremen, vertreten.

Gemeinsam mit dem Deutschlandfunk und der HMKW Köln hat die INA im Jahr 2015 eine Fachtagung ins Leben gerufen: das Kölner Forum für Journalismuskritik. Der Vorstand der INA verleiht den Günter-Wallraff-Preis für Journalismuskritik.

Geschichte

Die Initiative Nachrichtenaufklärung (INA) wurde im Mai 1997 von Professor Peter Ludes an der Uni Siegen gegründet. Heute ist die INA ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Köln. Zum Gründerteam und zur ersten Jury 1997 in Siegen gehörten Prof. Peter Ludes, Imme de Haen, Ingrid Kolb, Prof. Ulrich Saxer, Dr. Georg Schütte und Dr. Hermann Meyn. Ein Vorbild der Initiative Nachrichtenaufklärung ist das US-amerikanische “Project Censored”.

Von Siegen wechselte die Geschäftsführung im Jahr 2002 an das Journalistik-Institut der Universität Dortmund unter Leitung von Prof. Horst Pöttker. Im Jahr 2014 übernahm Prof. Dr. Hektor Haarkötter von der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) in Köln die Geschäftsführung. Seit Anfang 2015 besteht eine Kooperation mit der Nachrichtenredaktion des Deutschlandfunks und seit Dezember 2015 mit der Zeitschrift “Journalist”, dem Mitgliedermagazin des Deutschen Journalistenverbands (DJV).

Kontakt

Initiative Nachrichtenaufklärung (INA) e.V.
Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft
Höninger Weg 139, 50969 Köln
www.nachrichtenaufklaerung.de
info@nachrichtenaufklaerung.de
Twitter: www.twitter.com/InitiativeINA
Facebook: www.facebook.com/nachrichtenaufklaerung

6 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Mir fehlen alternative Nachrichten – leider bin ich auch auf Ihrer Seite nicht fündig geworden: auch INA betrachtet kritische und kritikwürdige Zustände (was sicher wichtig ist). Und doch … Unsere Welt ist in Umgestaltung und oft ist der Blick aufs Bedrohliche in den Veränderungsprozessen fixiert. – Gleichzeitig entstehen Alternativen und das Neue keimt bereits im Alten. Hier wünsch ich mir mehr Informationen: was wären z.B. die 10 ‘Highlights’ des Jahres, die Hoffnung machen.
    Was könnten die 10 Bäume sein, die Luther und Co. gepflanzt hätten, wenn sie wüssten die Welt ginge morgen unter?

    • Lieber Bernd, danke für die Anregung (und sorry, wenn wir jetzt erst antworten, es war viel los in letzter Zeit!). Sie meinen offenbar nicht “alternative” Nachrichten, sondern “positive”. Das ist allerdings ja eine Diskussion, die gerade im abgelaufenen Jahr im Journalismus sehr breit und öffentlich geführt wurde, Kennwort “constructive news”. Was sind denn Ihre 10 positiven Highlights? Mit freundlichen Grüßen, INA e.V.

  2. Was praktisch überhaupt nicht thematisiert wird, ist TISA.
    Dieses Abkommen wird zu noch gravierenderen Verschlechterungen für die Bürger führen wie CETA und TTIP.
    Herzlichen Gruß
    Angela Franke

    • Hallo, Frau Franke!
      Haben Sie denn weitergehende Informationen oder einen Anhaltspunkt für Recherche?
      Mit freundlichen Grüßen,
      INA e.V.

  3. Nach welchen Kriterien wird der Friedensnobelpreis verliehen? Warum wird die Liste der Nominierten nicht bekannt gegeben? Wie kann es passieren, dass auch solchen Politikern dieser Preis verliehen wird, denen keine Alternative zu Drohen, Krieg führen, Gesicht wahren, Lavieren und Waffen liefern einfällt? Welche Preisträger haben sich nachhaltig als eines Friedensnobelpreises würdig erwiesen, welche nicht, und inwiefern? Warum wurden dagegen Menschen, die eine Feindbild abbauende Art des Umgangs miteinander verbreiten, nicht berücksichtigt (z.B. Thich Nhat Hanh, Marshall Rosenberg)? Blinde Stelle: In den Medien wird der Preisträger bekannt gegeben, doch wenig in Frage gestellt und/oder Alternativen diskutiert.

    • Liebe Frau Schulz,

      haben Sie vielen Dank für Ihren Themenvorschlag, wir haben ihn auf die Liste für die kommenden Recherchen gesetzt.

      Herzliche Grüße
      Rita Vock, INA-Vorstand

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